Der erste grosse Anfall traf Sina mitten im Handarbeitsunterricht. Der Dorfarzt wusste sofort, was es war. Für Sina fühlte sich die Diagnose «Epilepsie» wie ein Riss durch ihr junges Leben an. Während andere unbeschwert erwachsen wurden, lernte sie, ihrem eigenen Körper zu misstrauen – begleitet von Scham, Angst und der ständigen Anspannung, jederzeit von sich selbst überrascht zu werden. Je mehr sie kämpfte, desto heftiger wurden die Anfälle. Das Gefühl, ausgeliefert zu sein, wurde ihr härtester Gegner. Doch Sina blieb Sina: eine fröhliche, offene, junge Frau. Trotz aller gesundheitlichen Hürden schaffte sie ihren Lehrabschluss und fand in der GEWA einen angepassten Arbeitsplatz, der zu ihr passt. Dank dem GEWA - Förderverein durfte sie zusätzlich eine Coachingausbildung absolvieren – ein Schritt, der ihr eine neue Welt eröffnete.
«Ich freue mich, Menschen auf ihrem Weg zu ermutigen und ein Stück mit ihnen zu gehen.»
Sina
Heute sagt sie: «Ich freue mich, Menschen auf ihrem Weg zu ermutigen und ein Stück mit ihnen zu gehen.» Sina hat erfahren, wie kraftvoll es ist, Vorbilder zu haben, die Hoffnung schenken. Und nun wird sie selbst zu genauso einem Vorbild.
Für Menschen wie Sina schaffen wir als GEWA berufliche Perspektiven. Dafür braucht es Arbeitsplätze, die anregend sind und zugleich wirtschaftliche Wertschöpfung generieren. Wir wollen mehr als reine Beschäftigung bieten. Nur mit unternehmerischer Exzellenz und einer klaren wirtschaftlichen Ausrichtung können wir Arbeitsplätze schaffen, die jenen des allgemeinen Arbeitsmarkts entsprechen. Menschen wie Sina wollen in einem echten Unternehmen arbeiten, Teil eines Teams sein und mitgestalten.
Unser Anspruch ist es, in Berufsfeldern tätig zu sein, die sinnstiftende Tätigkeiten für Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen ermöglichen und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig sind. Genau dann sind wir nachhaltig erfolgreich – und können Wege öffnen, die ein Leben verändern.
In diesem Wirkungsbericht zeigen wir, wie wir solche Perspektiven schaffen: wie wir wirtschaftlich tragfähige Arbeitsplätze gestalten, wie wir Menschen begleiten, und wie aus individuellen Herausforderungen neue Chancen entstehen können. Er gibt Einblick in unsere Arbeit, unsere Wirkung und die Menschen, die dahinterstehen.
Für unseren Wirkungsbericht nutzen wir das Logframe-Modell als Leitfaden, um unsere Ergebnisse übersichtlich darzustellen. Es hilft uns aufzuzeigen, welche Ziele wir uns gesetzt haben, welche Schritte wir unternommen haben und welche Veränderungen wir damit bewirken konnten. Durch die klaren Kriterien und Zuständigkeiten sorgt das Modell dafür, dass unsere Arbeit transparent und nachvollziehbar bleibt – sowohl innerhalb des Teams als auch für unsere Partner:innen und Unterstützer:innen. So schaffen wir eine gemeinsame Grundlage, um unsere Wirkung offen und verständlich zu zeigen
In der Nachhaltigkeitsarchitektur haben wir festgelegt, in welchen Themen wir uns engagieren, uns weiterentwickeln wollen und wir uns messen lassen wollen. Dabei legen wir den Fokus auf die drei Bereiche Mensch und Integration, Umwelt und Klima sowie Nachhaltige Geschäftsmodelle.
In jeder Wirkung, die wir durch unser Tun erzielen, gehen zahlreiche Geschichten hervor. Denn was wir erreichen, zeigt sich nicht nur in Zahlen, sondern vor allem in den Menschen und Projekten dahinter. Deshalb stehen hier folgend Geschichten, die beispielhaft zeigen, wie wir in den drei Bereichen Mensch und Soziales, Umwelt und Ökologie sowie Nachhaltige Geschäftsmodelle Wirkung erzielen.
Unsere Wirkung zeigt sich nicht nur in unseren Geschichten, sondern auch in Zahlen. Hier bündeln wir die wichtigsten Ergebnisse aus den Handlungsfeldern, in denen wir Veränderung bewirken.
Der Weg in eine nachhaltige Zukunft ist eingeschlagen. Mit unseren Zielen bis 2030 wollen wir konkrete Fortschritte erzielen – und zugleich regelmässig überprüfen, was wir tatsächlich bewirken und wo wir uns weiter verbessern können.
Wie sich unsere Massnahmen entwickeln, zeigen wir transparent im nächsten Nachhaltigkeits- und im Wirkungsbericht. Dort werden erstmals die Fortschritte auf Basis vollständiger Kennzahlen miteinander verglichen.